Corona Pflegebonus - die häufigsten Fragen auf einen Blick

Corona Pflegebonus - die häufigsten Fragen auf einen Blick

Corona Prämie - was bisher geschah

Im Mai 2020 wurde eine Einmalzahlung an Arbeitnehmer aus der Altenpflege beschlossen: die Corona Prämie oder auch Corona Pflegebonus genannt. Die Gründe für die Corona Prämie liegen in den besonderen Anforderungen am Arbeitsplatz während der Corona Krise. Mit ihr soll die wichtige Leistung der Pflegekräfte sowie die Anerkennung betont werden.

Im August 2020 hat die Kanzlei Chevalier eine Umfrage durchgeführt, in der rund 55 % der teilnehmenden Beschäftigten in Altenpflegeeinrichtungen angaben, dass sie ihre Corona-Prämie noch nicht erhalten haben. Die endgültige Frist für die Auszahlung des Pflegebonus war der 15. Dezember 2020. Die endgültige Frist für die Auszahlung des Pflegebonus war der 15. Dezember 2020. In der Zeit vom 22. bis 28. Dezember 2020 hat die Kanzlei Chevalier erneut eine Umfrage durchgeführt. Dabei gaben rund 32 % der Befragten an, dass sie ihren Pflegebonus noch immer nicht erhalten haben.

Für diejenigen, die noch immer leer ausgegangen sind, stellt die Kanzlei Chevalier einen kostenlosen Musterbrief zur Verfügung, um die Corona-Prämie bei ihrem Arbeitgeber zu beantragen.

Sie haben die Corona Prämie noch nicht bekommen?

Am 03. September 2020 wurde vom GKV - Spitzenverband und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) ebenfalls ein Konzept für eine Corona-Prämie für Pflegekräfte in Krankenhäusern vorgestellt. Es sollen rund 100 Millionen Euro für Prämien bis zu 1000€ bereitgestellt werden. Diese sollen an durch die Versorgung von COVID-19-Patienten besonders belastete Arbeitnehmer gezahlt werden.

Übersicht der Höhe der Corona Prämie nach Beschäftigung

GruppenArt der Tätigkeit in zugelassener Pflege-einrichtung¹Höhe der Corona Prämie durch den Bund³Höhe der maximalen Corona Prämie mit indvidueller Aufstockung⁴
Gruppe 1Vollzeitmitarbeiter, die direkte Pflege und Betreuung von Pflegebedürftigen erbringen1000€1500€
Gruppe 2Vollzeitbeschäftigte, die in einem Umfang von mind. 25% ihrer Arbeitszeit mit Pflegebedürftigen tagesstrukturierend, aktivierend, betreuuend oder pflegend tätig sind667€1000€
Gruppe 3Alle übrigen Vollzeitmitarbeiter334€500€
Gruppe 4Freiwillige im Sinne des Bundesfreiwilligendienstes oder im Sinne des Freiwilligen Sozialen Jahres100€150€
Gruppe 5Auszubildende²600€900€

*¹ Zugelassene Pflegeeinrichtungen sind solche, bei denen ein Versorgungsvertrag zwischen Pflegekassen und Pflegeeinrichtung besteht. ² Dies gilt entsprechend für Auszubildende in landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildungen in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer. ³ Beschäftigte, die im Bemessungszeitraum mindestens drei Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung tätig waren und in dieser Zeit ganz oder teilweise in Teilzeit gearbeitet haben (mindestens 35 Stunden pro Woche). Teilzeitbeschäftigung wird im Verhältnis zu den tatsächlich, mindestens aber den vertraglich vereinbarten, geleisteten Arbeitszeitstunden berechnet. Zugelassende Unterbrechungen sind: Unterbrechungen von bis zu 14 Kalendertagen, Unterbrechungen auf Grund einer COVID-19-Erkrankung, Unterbrechungen auf Grund von Quarantänemaßnahmen, Unterbrechungen auf Grund eines Arbeitsunfalls oder Unterbrechungen wegen Erholungsurlaubs. ⁴ Die jeweilige Pflegeeinrichtung bzw. das jeweilige Bundesland kann die Prämie bis zum ausgewiesenen Maximalbetrag erhöhen. Quelle: §150a SGB 11*


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Häufige Fragen zum Thema Corona Prämie

Hinter dem Begriff Corona-Prämie steckt eine geplante Einmalzahlung an Arbeitnehmer in der Altenpflege. Sie wurde am 14. Mai 2020 beschlossen und betrifft rund 28.600 Pflegebetriebe. Diese werden im Rahmen des Gesetzes angewiesen, ihren Mitarbeitern im Jahr 2020 eine einmalige Sonderleistung zu zahlen, die dem “Zweck der Wertschätzung für die besonderen Anforderungen“ dienen soll. Insbesondere soll damit die wichtige Leistung von Fachkräften in der Altenpflege während der Corona Krise betont und anerkannt werden. Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Unterstützung bei einem arbeitsrechtlichen Problem? Nutzen Sie jetzt unser Kontaktformular zur kostenfreien Ersteinschätzung.

Die Sonderzahlung erhalten alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten in Pflegeeinrichtungen, sofern sie in dem Zeitraum vom 1.März 2020 bis Ende Oktober 2020 mindestens drei Monate in der Pflege beschäftigt waren. Diese sogenannte Bemessungszeit gilt auch für Auszubildende und Personen, die den Bundesfreiwilligendienst in einer solchen Einrichtung absolvieren. Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Unterstützung bei einem arbeitsrechtlichen Problem? Nutzen Sie jetzt unser Kontaktformular zur kostenfreien Ersteinschätzung.

Viele Arbeitnehmer fragen nun zurecht: Wie wird die Corona Prämie berechnet? Wir haben es für Sie zusammengefasst. Die Höhe der Zahlungen ist in fünf Gruppen unterteilt. Dadurch soll die unterschiedliche Belastung und Verantwortung der Beschäftigten sowie die Risikonähe und die wöchentliche Wochenarbeitszeit berücksichtigt werden. Zusätzlich ist im Gesetz festgehalten, dass der Corona Pflegebonus durch die Länder oder auch den Arbeitgeber sozialabgaben- und steuerfrei aufgestockt werden kann. Für die erste Gruppe handelt es sich hierbei um eine mögliche Erhöhung auf bis zu 1500 Euro. Vollzeitmitarbeiter, die mindesten 25% Ihrer Arbeitszeit mit Pflegebedürftigen verbringen, können eine Aufstockung von bis zu 1000 Euro erhalten. Eine Erhöhung auf bis zu 500 Euro ist für alle weiteren Beschäftigten einer Pflegeeinrichtung angesetzt. Bei den beiden letzten Gruppen können Auszubildende eine Aufstockung bis zu 900€ und Freiwilligendienstleistende bis zu 150€ erhalten. Sie können alle weiteren Informationen in der oben verlinkten Tabelle einsehen.

Je nach Bundesland gelten unterschiedliche Fristen sowohl für den Antrag als auch für die Auszahlungstermine. Bis zum 15. Juli 2020 sollte der Zuschuss an alle Arbeitnehmer gezahlt werden, die bis zum 1. Juni 2020 die Voraussetzungen erfüllt haben. Beschäftigte, die Voraussetzungen erst bis zum 31.Oktober 2020 erfüllen, erhalten die Corona-Prämie bis spätestens 15. Dezember 2020. Im Gesetz ist außerdem festgehalten, dass Arbeitgeber den Pflege Bonus “unverzüglich nach Erhalt der Vorauszahlung” an ihre Mitarbeiter auszuzahlen haben und spätestens mit dem nächsten Gehalt. Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Unterstützung bei einem arbeitsrechtlichen Problem? Nutzen Sie jetzt unser Kontaktformular zur kostenfreien Ersteinschätzung.

Sie könnten Anspruch haben. Innerhalb des Bemessungszeitraumes von 3 Monaten sind Unterbrechungen von bis zu 14 Kalendertagen sowie ein längerer Ausfall aufgrund von Erholungsurlaub, eines Arbeitsunfalls, einer Erkrankung an COVID-19 oder Quarantänemaßnahmen zulässig.

Pflegeeinrichtungen sind zur Auszahlung der Zuschüsse verpflichtet, allerdings werden Anteile von bis zu 1000 Euro durch die Pflegeversicherungen übernommen. Die Ländern können freiwillig und steuerfrei auf bis zu 1500 Euro aufstocken. Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Unterstützung bei einem arbeitsrechtlichen Problem? Nutzen Sie jetzt unser Kontaktformular zur kostenfreien Ersteinschätzung

Der Corona Pflegebonus wird Ihnen, sofern sie zuschussberechtigt sind, automatisch von Ihrem Arbeitgeber ausgezahlt. Dafür müssen Arbeitgeber für die zwei Zeitpunkte im Jahr 2020, den 01. Juni 2020 und den 31. Oktober 2020, die Höhe des Pflegebonus für ihre Mitarbeiter ermitteln und die benötigte Gesamthöhe den Pflegekassen melden. Hierbei gilt: Die Corona-Prämie darf jeder Arbeitnehmer aus der Pflege nur einmal erhalten. Am 15. Februar 2021 sollen die Einrichtungen dann Auskunft über die tatsächlichen Auszahlungsbeträge der Zuschüsse geben, sodass Pflegekassen zu viel oder zu wenig gezahlte Beiträge ausgleichen können. Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Unterstützung bei einem arbeitsrechtlichen Problem? Nutzen Sie jetzt unser Kontaktformular zur kostenfreien Ersteinschätzung.

Nein, die Prämie ist steuerfrei und es fallen außerdem keine Sozialabgaben  an. Für die Prämie gilt also brutto gleich netto. Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Unterstützung bei einem arbeitsrechtlichen Problem? Nutzen Sie jetzt unser Kontaktformular zur kostenfreien Ersteinschätzung.

Nein. Die Prämie muss in einer Summe gezahlt werden, demnach ist eine monatliche Teilzahlung nicht zulässig. Des Weiteren darf Ihr Arbeitgeber den Betrag nicht mit anderen Ansprüchen oder freiwilligen Leistungen verrechnen. Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Unterstützung bei einem arbeitsrechtlichen Problem? Nutzen Sie jetzt unser Kontaktformular zur kostenfreien Ersteinschätzung.

Ähnlich wie bei Teilzeitkräften wird der Zuschuss hier anhand der wöchentlich tatsächlich geleisteten Stunden innerhalb des Bemessungszeitraumes bestimmt, mindestens jedoch anhand der vertraglich vereinbarten Stunden. Kontaktieren Sie jetzt unsere Experten für Arbeitsrecht bei weiteren arbeitsrechtlichen Fragen. Nutzen Sie dazu gern unsere kostenfreie Ersteinschätzung.


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