Das Wichtigste zum Thema „Midijob: Definition, Übergangsbereich, Vor- und Nachteile“
Ein Midijob ist eine Beschäftigung mit monatlichem Entgelt zwischen 603,01 Euro und 2.000 € (Stand: Januar 2026).
Der Midijob beginnt da, wo der Minijob aufhört.
Sozialabgaben sind für Arbeitnehmer:innen im Midijob reduziert und auch der Steuersatz ist geringfügig.
Das Midijob-Arbeitsverhältnis ist sozialversicherungspflichtig, was heißt, dass in die Arbeitslosen- und Rentenversicherung eingezahlt wird.
Midijobber:innen genießen den “normalen“ Kündigungsschutz wie alle anderen Arbeitnehmer:innen auch.
Es ist eine Kombination mit einem Minijob möglich, wobei der Gesamtverdienst in beiden Arbeitsverhältnissen sozial- und steuerrechtlich berücksichtigt wird.
Es besteht eine Sozialversicherungsfreiheit bei kurzfristiger Midijob-Beschäftigung (max. 3 Monate oder 70 Tage).
Brauchen Sie arbeitsrechtliche Hilfe? Unsere Experten beraten Sie kostenlos und unverbindlich.
Wer zum ersten Mal den Begriff des Midijobs liest, mag denken, dass es sich um einen bloßen Schreibfehler handelt und eigentlich vom Minijob die Rede ist. Dem ist aber nicht so. Zwar mag in der breiten Bevölkerung ein Minijob deutlich bekannter sein, dennoch gibt es auch sogenannte Midijobs. Diese unterscheiden sich nicht nur im Bereich der Lohnhöhe, teils deutlich, von Minijobs. Auch sonstige Regelungen zu den Midijobs können dafür sorgen, dass Arbeitnehmer:innen sich lieber für diese als für die schlechter bezahlten Minijobs entscheiden. Was ein Midijob genau ist und welche Vor- und Nachteile dieser vor allem im Vergleich zum Minijob bietet, wollen wir im Folgenden einmal näher beleuchten.
Was ist ein Midijob?
Wer sich einen Midijob in 2026 sucht, sollte zunächst einmal klären, worum es sich bei einem Midijob überhaupt handelt. Was ist ein Midijob?
Midijob Definition:
Ein Beschäftigungsverhältnis, bei dem Arbeitnehmer:innen mehr als 603,01 Euro und weniger als 2.000 Euro monatlich verdienen, bezeichnet man als Midijob. Dabei bildet der Midijob eine Art Übergangsbereich zwischen dem Minijob, bei dem maximal 603 Euro monatlich (beziehungsweise 7.236 Euro jährlich) möglich sind, und dem klassischen Voll- oder Teilzeitjob.
Doch Unterschiede zum Minijob finden sich nicht nur im Bereich der Vergütung. Auch bei den Abgaben muss man teils deutliche Trennlinien ziehen. So sind Midijobs zum Beispiel nicht immer steuerfrei. Das bedeutet, dass man in einigen Fällen vom Einkommen Lohnsteuer absetzen muss. Was aber auf jeden Fall anfällt, sind die Abgaben für die Sozialversicherung. Schließlich befinden Sie sich anders als im Minijob in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Da der Gesetzgeber Anreize für Midijobs schaffen möchte, sind die Abgaben natürlich nicht so hoch wie bei Beschäftigungsverhältnissen, die in Teil- oder Vollzeit stattfinden.
Auch ist es nicht so, dass ein Midijobber mit 603,01 Euro im Monat genauso hohe Abgaben leisten muss wie ein Midijobber mit 2.000 Euro Monatsverdienst. Zur Berechnung legt man hierbei unterschiedliche Grenzen zugrunde.
Ziele des Midijobs
Der Midijob wurde erstmals 2003 ins Leben gerufen. Als Teil der damaligen der Hartz-Reformen verfolgte der Midijob vor allem das Ziel, Anreize für sozialversicherungspflichtige Tätigkeit schaffen. Zwar müssen Arbeitnehmer:innen in einem Midijob mit monatlich mehr als 603,01 Euro Euro Einkommen im Gegensatz zum Minijob Abgaben leisten, die Abgabenhöhe ist im Vergleich zu einem vollen Beschäftigungsverhältnis aber deutlich reduziert. So haben Arbeitnehmer:innen am Ende des Tages mehr Netto vom Brutto und der Staat sammelt im Gegensatz zu Minijobs Sozialversicherungsbeiträge und mitunter auch Steuern ein. Hier profitieren also beide Parteien. Ebenfalls ein wichtiges Ziel bei der Einführung des Midijobs war es auch, die Abgaben an das geringe Einkommen anzupassen und somit deutlich zu reduzieren.
Wie viel dürfen Arbeitnehmer in einem Midijob verdienen?
Wie beim Minijob gibt es auch beim Midijob eine Verdienstgrenze. Die Midijob Grenze 2026 liegt bei maximal 2.000 Euro im Monat. 2022 lag die Grenze übrigens noch bei maximal 1600 Euro und wurde erst 2023 auf die jetzige Obergrenze von 2000 Euro angehoben. Das muss im Midijob Vertrag auch festgehalten werden. Und nicht nur das. Obendrein gelten natürlich auch die übrigen arbeitsrechtlichen Vorschriften. So müssen im Vertrag auch der aktuelle Mindestlohn von mindestens 13,90 Euro pro Stunde (seit 1. Januar 2026) sowie eine tägliche maximale Arbeitszeit von 8 Stunden festgeschrieben werden.
Sie benötigen arbeitsrechtliche Unterstützung?
Jetzt kostenlose Ersteinschätzung anfragen.
Wie wird ein Midijob angemeldet?
Wer einem Midijob nachgehen möchte, kann nicht von heute auf morgen loslegen. Am Anfang steht der Midijob Vertrag und im Anschluss muss man einen Midijob natürlich auch anmelden. Dies ist allerdings nicht Aufgabe der Arbeitnehmer:innen, sondern Pflicht für Arbeitgeber:innen. Da mit einem Midijob auch Sozialversicherungspflichten einhergehen, müssen Arbeitgeber:innen ihre Mitarbeiter:innen auch bei sämtlichen Sozialversicherungen melden. Wenn es das Einkommen nötig macht, muss außerdem das Finanzamt über das Beschäftigungsverhältnis in Kenntnis gesetzt werden.
Was sind die Unterschiede zwischen Midijob und Minijob?
Auch, wenn Midijob und Minijob namentlich häufig verwechselt werden, gibt es teils deutliche Unterschiede zwischen Ihnen. Dabei liegt der Unterschied zwischen Minijob und Midijob keineswegs nur in der Bezahlung. Auch bei der Sozialversicherung, dem Bruttoentgelt und den Steuern gibt es hier für Arbeitnehmer:innen einiges zu beachten.
Midijob | Minijob | |
|---|---|---|
Bezahlung | Zwischen 603,01 € und 2.000 € im Monat (Stand: Januar 2026). | Maximal 603 € im Monat (Stand: Januar 2026). |
Sozialversicherung | Abgaben auf alle Sozialversicherungen | Rentenbeiträge (Befreiung möglich) |
Bruttoentgelt | Brutto minus Abgaben | Brutto = Netto |
Steuern | Reguläre Versteuerung der Einnahmen | Steuerfrei |
Wichtig: Neben dem Minijob und 1idijob gibt es auch noch die kurzfristige Beschäftigung. Diese ist auf drei Monate oder 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr begrenzt ist.
Weitere Unterschiede zwischen Midijob und Minijob
Unterschied zwischen Midijob und Minijob – Bezahlung:
Wer in einem Minijob tätig ist, darf monatlich maximal 603 Euro verdienen. Beim Midijob sind hingegen zwischen 630,01 Euro und 2.000 Euro im Monat möglich.Unterschied zwischen Midijob und Minijob – Sozialversicherung:
Im Minijob fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an. Wer möchte, kann hingegen Rentenbeiträge einzahlen, um Punkte für die staatliche Altersvorsorge zu sammeln. Wer in einem Midijob tätig ist, muss hingegen Abgaben auf alle Sozialversicherungen leisten.Unterschied zwischen Midijob und Minijob – Bruttoentgelt:
Mehr Netto vom Brutto gibt es beim Minijob. Schließlich fallen hier weder Abgaben ans Finanzamt, noch an die Sozialversicherungen an. Anders sieht es beim Midijob aus. Hier muss man auf alle Fälle Sozialabgaben leisten. Mitunter wird auch eine Lohnsteuer fällig.Unterschied zwischen Midijob und Minijob – Steuern:
Beim Minijob fallen keine Steuern an. Wer im Midijob beschäftigt ist, muss je nach Einkommenshöhe mit der regulären Versteuerung der Einnahmen rechnen.
Vorteile des Midijobs
Wer sich für einen Midijob entscheidet, mag zunächst einmal die drohenden Abgaben für Steuer und Sozialversicherung fürchten. Doch er bringt auch jede Menge Vorteile mit sich.
Midijob Vorteile Arbeitgeber:
Geringere Abgaben für Steuer und Sozialversicherungen
Midijob Vorteile Arbeitnehmer:
Rentenanspruch
Schutz durch Arbeitslosenversicherung
Schutz durch Kranken- und Pflegeversicherung
1. Midijob Vorteile – Rentenanspruch
Ein Midijob verpflichtet zur Einzahlung in die Rentenversicherung. Positiv ist dabei, dass trotz vergünstigter Abgaben ein voller Rentenanspruch entsteht.
2. Midijob Vorteile – Steuer
Mit einem Midijob fallen mitunter auch Steuern an. Dabei ist maßgeblich, ob es sich bei der Beschäftigung um den Haupt- oder Nebenerwerb der Arbeitnehmer:in handelt. Obendrein muss man hierbei auf die Steuerklasse Acht geben. So fällt die Lohnsteuer bei Arbeitnehmer:innen weg, die Mitglieder in der Steuerklasse I bis IV sind.
3. Midijob Vorteile – Kranken- und Pflegeversicherung
Ein entscheidender Vorteil vom Midijob ist die Krankenversicherung. Da Sie Sozialversicherungsbeiträge leisten, bekommen Sie auch eine entsprechende Absicherung aus der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Obendrein sichert Ihnen dies Vorteile wie Lohnfortzahlung und Krankengeld.
4. Midijob Vorteile – Arbeitslosenversicherung
Bei einem Midijob steht Ihnen außerdem Arbeitslosengeld zu. Dies ist ein weiterer Vorteil, der aus der Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge erwächst. Wer mindestens 12 Monate lang am Stück einen Midijob ausübt, der hat Anspruch auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung.
5. Midijob Vorteile – Zusätzliche Nebenbeschäftigung
Midijob und Minijob schließen einander keinesfalls aus. So ist eine Nebenbeschäftigung in Form eines Minijobs auch dann zulässig, wenn Sie bereits einen Midijob ausüben. Dies kann im Zusammenspiel durchaus ertragreich sein. Schließlich ergeben sich mit zusätzlichem Minijob insgesamt bis zu 7.236 Euro obendrauf, für die keine Abgaben anfallen.
Nachteile des Midijobs
Auch bei Midijobs ist nicht alles Gold, was glänzt. Wir haben Ihnen die Nachteile aufgelistet.
Midijob Nachteile für Arbeitgeber:
Verwaltungsaufwand ist durch Sonderregelungen höher als beim Minijob
Midijob Nachteile für Arbeitnehmer:
Brutto nicht gleich Netto
Abgaben für Sozialversicherungen
Rentenbeiträge
Midijob und Minijob gleichzeitig – geht das?
Zwischen Minijob und Midijob gibt es zum Teil bedeutsame Unterschiede. Doch ganz so unverträglich wie es scheinen mag, sind die beiden Beschäftigungsformen nicht. Schließlich kann man Minijob und Midijob gleichzeitig ausüben. Wer einem Minijob und Midijob gleichzeitig nachgeht, kann so im Jahr bis zu 7.236 Euro zusätzlich zum Verdienst aus dem Midijob abgabenfrei hinzuverdienen.
Was ist besser, Midijob oder Teilzeit?
Was ist besser, Midijob oder Teilzeit? In vielen Beschäftigungsverhältnissen lässt sich der Midijob mit der Teilzeitarbeit gleichsetzen. Die Frage, ob nun Midijob oder Teilzeit besser ist, erübrigt sich also. Fest steht, dass man im Gegensatz zu Arbeitnehmer:innen, die mehreren Minijobs nachgehen, eine deutlich höhere soziale Absicherung hat. Die Teilzeit als Midijob in Kombination zu einem Minijob bietet für viele sicherlich die optimale Lösung. Schließlich kombiniert man so guten Verdienst mit sozialer Sicherheit.
Midijob Sozialversicherung: Ist ein Midijob sozialversicherungspflichtig?
Ja, ein Midijob ist sozialversicherungspflichtig. Die Midijob Sozialabgaben halten sich allerdings im Vergleich zur Beschäftigung in Vollzeit im Rahmen. Anders als bei anderen Arbeiten, zahlen Sie als Arbeitnehmer bei einem Midijob reduzierte Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Die reduzierten Abgaben sorgen dafür, dass der Nettolohn im Vergleich zum Bruttolohn günstiger ist – ohne dass auf Versicherungsleistungen verzichtet werden muss.
Übrigens: Der Arbeitgeber hingegen, zahlt den vollen Arbeitgeberanteil. Somit bleibt der Versicherungsschutz für Arbeitnehmer auch voll erhalten und greift bei Krankheitwn und Arbeitslosengeld.
Sie benötigen arbeitsrechtliche Unterstützung?
Jetzt kostenlose Ersteinschätzung anfragen.
Midijob Sozialversicherung: Berechnung der Sozialversicherungen im Midijob ab 1. Januar 2026
Bei einem Midijob muss man Beiträge für die Sozialversicherung zahlen. Die Midijob Sozialabgaben halten sich allerdings in Grenzen, um diese Form der Beschäftigung attraktiv zu halten. Aber wie berechnet sich der Sozialversicherungsanteil beim Midijob? Hierbei spielen Faktoren wie der Beitragssatz der Krankenkasse eine wichtige Rolle.
Krankenversicherung (allgemeiner Beitragssatz) | 14,60 % |
Krankenversicherung (durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz) | 2,5 % |
Rentenversicherung | 18,60 % |
Arbeitslosenversicherung | 2,6 % |
Pflegeversicherung | 3,4 % |
Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz | 41,70 % |
Faktor F 2026 (28 : 40,90) | 0,6683 |
Midijob Sozialversicherung: Wie groß ist der Arbeitnehmeranteil zu den Sozialabgaben im Midijob?
Auch bei den Midijob Sozialabgaben müssen sich Arbeitgeber:innen beteiligen. Allerdings fallen die Beiträge zum Teil attraktiver aus als beim Minijob. So müssen Arbeitgeber:innen im Schnitt nur rund 19 Prozent der anfallenden Sozialversicherungsbeiträge leisten.
Steuern im Midijob
Muss ich bei einem Midijob Steuern zahlen? Dafür muss man sich zunächst die Frage stellen: Wie wird ein Midijob versteuert? Auch hier fällt die Lohnsteuer an. Allerdings muss nicht jeder Midijob Steuern bedeuten. Insbesondere die Steuerklassen I bis IV sind von der Midijob Lohnsteuer befreit. Anders sieht es bei Steuerklasse V und VI aus.
Welche arbeitsrechtlichen Regelungen gibt es bei einem Midijob?
Wichtige Regelungen für Midijobber haben wir Ihnen aufgelistet:
Die Midijob Grenze 2026 liegt bei einem Monatsgehalt von maximal 2.000 Euro
Sozialversicherungsbeiträge sind Pflicht
Lohnsteuer fällt unter gewissen Umständen ebenfalls an
Wie viele Stunden darf man bei einem Midijob arbeiten?
Die Regelungen zur Arbeitszeit finden auch beim Midijob Anwendung. Das bedeutet, dass im Midijob maximal acht Stunden am Tag möglich sind. Midijob Stunden pro Woche können dementsprechend maximal 48 vorliegen. Da die Midijob Grenze 2026 bei 2.000 € pro Monat liegt, wirkt sich dies auch direkt auf die mögliche Arbeitsstundenzahl aus.
Die maximale Stundenanzahl pro Monat wäre dann wie folgt:
2.000,00 € / 13,90 € = 143,8 Stunden. Mehr Stunden dürfen Beschäftigte pro Monat demnach nicht arbeiten, um die Midijob-Grenze zu überschreiten.
Steht mir im Midijob Urlaub zu? Und wenn ja, wie viel?
Ja, auch Midijobber haben einen gesetzlichen Urlaubsanspruch. Die genaue Anzahl der Arbeitstage sollte im Arbeitsvertrag geregelt sein. Grundsätzlich kommt es beim Urlaubsanspruch für Midijobber immer darauf an, wie viele Tage Sie durchschnittlich in der Woche arbeiten.
Beispiel für Urlaubstage für Midijobber:
Als Arbeitnehmer arbeiten Sie 20 Stunden pro Woche und erscheinen dafür 5 Tage pro Woche zur Arbeit. Somit stehen Ihnen 20 Urlaubstage im Jahr zur Verfügung.
24 / 6 x 5 = 20 Urlaubstage
Bei einem weiteren Beispiel arbeitet Ihre Kollegin Y auch 20 Stunden pro Woche. Diese Stunden verteilt sie aber auf nur drei Tage die Woche. Somit verringert sich der Urlaubsanspruch auch nur auf 12 Urlaubstage.
24 / 6 x 3 = 12 Urlaubstage
Was passiert, wenn ich im Midijob krank werde?
Erhalte ich bei einem Midijob Krankengeld? Durch Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge sind Sie abgesichert. Das wird unter anderem beim Krankengeld deutlich. Sobald Ihre Lohnfortzahlung endet, springt die Krankenversicherung ein und unterstützt Sie mit dem Krankengeld.
Wie funktioniert die Kündigung bei einem Midijob?
Ein Midijob kann durchaus anstrengend sein. Da möchte so manche Arbeitnehmer:in schnell wieder aus dem Arbeitsvertrag heraus. Aber wie sieht die Kündigung beim Midijob aus? In einem Midijob finden grundsätzlich die allgemeinen gesetzlichen Regelungen Anwendung. Die Midijob Kündigungsfrist umfasst also grundsätzlich vier Wochen bis zum 15. oder Ende des Kalendermonats, sofern vertraglich nicht etwas anderes geregelt ist. Ausnahmsweise entfällt die Kündigungsfrist beim Midijob, wenn das Recht zur fristlosen Kündigung vorliegt.
Kündigung oder Aufhebungsvertrag erhalten?
Prüfen Sie jetzt in unter 2 Minuten Ihre mögliche Abfindung. Kostenfrei. Unverbindlich.
Midijob, Arbeitslosengeld 1 und Arbeitslosengeld 2 – Was ist zu beachten?
Erhalte ich beim Midijob Arbeitslosengeld 1 und 2? Wer einen Midijob ausübt, zahlt in die Arbeitslosenversicherung ein. Folglich entsteht bei allen Arbeitnehmer:innen, die mindestens für ein Jahr in der Beschäftigung waren, ein Anspruch auf ALG 1. Wer einen Midijob ausübt, kann parallel auch Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV) erhalten. Allerdings kann hier eine teilweise Anrechnung stattfinden.
Midijob als Student
Kann ich einen Midijob während des Studiums ausüben? Ein Midijob für Studenten ist durchaus attraktiv. Wenn ein Midijob vom Studenten ausgeübt wird, kann man parallel sogar noch Kindergeld beziehen. Wichtig ist, dass Studenten im Midijob nicht länger als 20 Wochenstunden arbeiten dürfen. Ansonsten können Abzüge beim Kindergeld folgen. Wer beispielsweise im Midijob als Werkstudent arbeitet, muss außerdem die BAföG-Regeln beachten. Mehr als 7.236 Euro darf man demzufolge im Jahr nicht verdienen. Auch hier können Abzüge die Folge sein.
Midijob als Renter
Auch Rentner dürfen grundsätzlich einen Midijob ausüben – allerdings gelten je nach Art der Rente unterschiedliche Regelungen hinsichtlich der Sozialversicherungspflicht und Hinzuverdienstgrenzen. Seit 2019 erwerben Midijobber trotz reduzierter Sozialabgaben volle Rentenansprüche, einschließlich der Erwerbsminderungsrente. Die Rentenberechnung erfolgt anhand des tatsächlichen vollen Arbeitsentgelts, sodass keine Nachteile durch die geringeren Beitragszahlungen entstehen.
Kurz und knapp: Midijob – Allgemeine Regelungen
Arbeitszeit täglich maximal 8 Stunden
Mindestlohn 13,90 € pro Stunde
Urlaubsanspruch (bei 5-Tage-Woche mindestens 20 Tage im Jahr)
Kündigungsfristen laut Gesetz bzw. Arbeitsvertrag
Anspruch auf Entgeltfortzahlung und Krankengeld
Anspruch auf Arbeitslosengeld nach 12 Monaten Tätigkeit im Midijob
Keine pauschale Besteuerung wie beim Minijob, die Lohnsteuer wird individuell berechnet
Wie können die Chevalier Rechtsanwälte Ihnen weiterhelfen?
Sie haben weitere Fragen zu Midijobs im Besonderen oder das Arbeitsrecht im Allgemeinen? Die Rechtsexpert:innen der Chevalier Rechtsanwälte stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Haben Sie eine Kündigung erhalten? Um die mögliche Höhe Ihrer Abfindung zu erfahren, informieren Sie sich gerne auf unserer Abfindungsrechner Seite und nutzen Sie im Anschluss unseren Online – Schnellcheck zur Prüfung Ihrer Ansprüche.
Weitere Artikel zum Thema
- Krankmeldung auf der Arbeit – Wann braucht man eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?
- Probezeit bei Wiedereinstellung – ist das erlaubt?
- Arbeitslosengeld: Anspruch, Höhe, Dauer
- Arbeitszeiterfassung: Was Sie wissen müssen
- Arbeitsort im Arbeitsvertrag – Definition & Regelungen
- Unbezahlte Überstunden: Was ist erlaubt, was nicht?
- Lohnabrechnung: Das müssen Sie wissen
- Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Arbeitsbeginn
- Was ist ein Arbeitnehmer im Arbeitsrecht?
- Betriebsgeheimnisse: Hierzu sollten Arbeitnehmer schweigen
- Arbeitsrecht Teilzeit – was müssen Arbeitnehmer beachten?
- Krank im Urlaub: Das sind Ihre Rechte & Pflichten

