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Abfindungsrechner – Jetzt Abfindung berechnen

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Zuletzt aktualisiert: 29.11.2021

Zuletzt aktualisiert: 29.11.2021


Was ist eine Abfindung?

Eine Abfindung ist im deutschen Arbeitsrecht als eine einmalige Geldzahlung des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin an die Arbeitnehmenden definiert und wird in der Regel im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses getätigt. Die gesetzliche Abfindung, auf die es allerdings nur in seltenen Fällen einen rechtlichen Anspruch gibt, ist auch als Regelabfindung bekannt. Nutzen Sie unseren Abfindungsrechner zur Ermittlung Ihrer möglichen Abfindungshöhe oder buchen Sie einen Rückruftermin um sich kostenfrei über Ihre rechtlichen Möglichkeiten zu informieren.

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Wann bekommt man eine Abfindung?

Im Arbeitsrecht gibt es u.a. folgende Szenarien, die zu einer Abfindung von Arbeitnehmenden führen können.

  • Betriebsbedingte Kündigung
    Wurde dem Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin betriebsbedingt gekündigt, steht ihm gemäß §1a KSchG eine Abfindung zu, wenn er oder sie auf eine Kündigungsschutzklage verzichtet.
  • Aufhebungsvertrag
    Beenden Arbeitgeber oder Arbeitgeberin und Arbeitnehmende das Vertragsverhältnis einvernehmlich, einigt man sich in der Regel auf eine Abfindung.
  • Auflösungsurteil
    Ergeht vor dem Arbeitsgericht ein Auflösungsurteil, steht Arbeitnehmenden nach § 9 KSchG eine Abfindung zu.
  • Vergleich
    Im Rahmen der Güteverhandlung kann es zu einem Vergleich kommen, bei dem regelmäßig eine Abfindung bestimmt wird.

Wann steht mir eine Abfindung zu?

Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung besteht nur in zwei Fällen:

  1. Wenn der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen hat und Sie darauf hingewiesen hat, dass Sie bei verstreichen lassen der Kündigungsfrist einen Anspruch auf Abfindung haben (§ 1 a KSchG).
  2. Wenn das Arbeitsgericht auf Antrag des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin oder des Arbeitgebers beziehungsweise der Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis gemäß § 9 KSchG aufgelöst hat.

In allen anderen Fällen müssen Abfindungen individuell zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden verhandelt werden. Dies kann beispielsweise im Rahmen von Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen oder gerichtlichen Vergleichen erfolgen. Die Aussichten, eine Abfindung zu erhalten, sind immer dann besonders hoch, wenn eine Kündigung nicht ohne Weiteres möglich ist.

Wie viel Abfindung steht mir zu?

In Deutschland gibt es bis auf sehr wenige Ausnahmen keinen Anspruch auf eine Abfindung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Ob und in welcher Höhe eine Abfindung gezahlt wird, ist in der Regel Verhandlungssache. Wir setzen für unsere Mandanten und Mandantinnen in den allermeisten Fällen aber erfolgreich eine möglichst hohe Abfindung durch.

Jetzt im Schnellcheck die Höhe Ihrer möglichen Abfindung erfahren und im Anschluss eine kostenfreie Ersteinschätzung durch einen unserer Rechtsexperten und Expertinnen am Telefon erhalten oder direkt kostenfreien Rückruftermin buchen.

Wie hoch ist eine Abfindung?

Die Höhe einer Abfindung, die Arbeitnehmende vom Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin erhält, ist stets abhängig von Verhandlungen. Da es in der Regel keine gesetzlich festgeschriebenen Summen gibt, setzt man zur Bestimmung die Formel zur sogenannten Regelabfindung an. Diese ergibt sich aus der Anzahl der Beschäftigungsjahre x 0,5 x das Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin. Viele Gekündigte möchten ihre Abfindung in die Höhe treiben.

Hierbei ist es für Arbeitnehmende wichtig auf die Erfahrung von Spezialisten und Spezialistinnen, wie den Kanzlei Chevalier Anwälten und Anwältinnen, zurück zu greifen. Nutzen Sie jetzt unseren Schnellcheck zur Prüfung der Höhe Ihrer Abfindung oder buchen Sie einen kostenfreien Rückruftermin.

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Wie wird eine Abfindung berechnet?

Abfindungshöhen richten sich immer nach den Umständen des Einzelfalls und sind das Ergebnis einer Verhandlung zwischen Arbeitgeberin oder Arbeitgeber und Arbeitnehmenden. Zur Berechnung der sogenannten Regelabfindung ist allerdings eine Faustformel üblich: 

Regelabfindung = 0,5 x Anzahl der Beschäftigungsjahre x Bruttomonatsgehalt

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Berechnung Abfindung – Beispiele

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Brutto-MonatsgehaltJahre der BetriebszugehörigkeitRegelabfindung
3000€nach 5 Jahren7.500€
4000€nach 10 Jahren20.000€
5000€nach 15 Jahren37.500€

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Wie hoch ist die Abfindung bei Schwerbehinderten?

Als grundsätzlicher Richtwert gilt auch bei Abfindungen von Schwerbehinderten die Formel 0,5 x Anzahl der Beschäftigungsjahre x Monatsgehalt. Dennoch fließen in die individuelle Berechnung meist auch Faktoren wie das Lebensalter des Empfängers oder eben eine vorhandene Schwerbehinderung mit ein. Das Bundesarbeitsgericht hat daher in einem Urteil festgelegt, dass auch bei behinderten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen eine Einzelfallentscheidung getroffen werden muss, wenn dies grundsätzlich, also bei nicht – behinderten Arbeitnehmenden, so gehandhabt wird. Planen Arbeitgeber oder Arbeitgeberinnen an, in einem Sozialplan Regelungen zu Abfindungen für unterschiedliche Arbeitnehmergruppen zu treffen, müssen sie dabei das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz mit seinen Diskriminierungsverboten berücksichtigen.

Wie hoch ist die Abfindung bei betriebsbedingter Kündigung?

Sollen Arbeitnehmende betriebsbedingt gekündigt werden, ist eine Abfindung vom Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin nicht zwangsläufig Pflicht. Der Anspruch auf Abfindung bei betriebsbedingter Kündigung ist nach § 1a des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Im Gesetz ist dazu folgendes festgehalten: 

Kündigt der Arbeitgeber wegen dringender betrieblicher Erfordernisse nach § 1 Abs. 2 Satz 1 und erhebt der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin bis zum Ablauf der Frist des § 4 Satz 1 keine Klage auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist, hat der Arbeitnehmer mit dem Ablauf der Kündigungsfrist Anspruch auf eine Abfindung.

Kündigt Ihnen der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin also aus betrieblichen Gründen und gibt innerhalb dieser den Hinweis auf eine Abfindung, können Arbeitnehmende eine Abfindung erhalten. Allerdings besteht der Anspruch nur, wenn der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin im Gegenzug die Frist zur Kündigungsschutzklage verstreichen lässt. Für die Berechnung der Abfindung bei betriebsbedingten Kündigung wird ebenfalls die Formel der Regelabfindung angewendet. Nutzen Sie jetzt unseren Schnellcheck zur Prüfung der Höhe Ihrer Abfindung oder buchen Sie einen kostenfreien Rückruftermin.

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Wie wird eine Abfindung versteuert?

Nach der ersten Erleichterung eine Abfindung vom Arbeitgeber oder der Abeitgeberin erhalten zu haben, fragen sich viele Arbeitnehmende: Mit wieviel Prozent wird eine Abfindung versteuert? Abfindungszahlungen gelten als außerordentliche Einkunft und müssen seit 2006 voll versteuert werden. Allerdings müssen keinerlei Sozialversicherungsbeiträge, wie Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, darauf gezahlt werden.

Besonders hohe Abfindungen können sich negativ auf den Steuersatz auswirken. Sollte die Abfindung in einem Kalenderjahr ausgezahlt worden sein, kann man aber in der Regel eine Steuerermäßigung beantragen: die Fünftelregelung.

Was ist die Fünftelregelung?

Da die Abfindungshöhe maßgeblich den Steuersatz beeinflusst, kann von der gerade erst erhaltenen Zahlung schnell nur noch wenig übrig bleiben. Die sogenannte Fünftelregelung soll die Höhe der Steuer senken. In der Anwendung wird zwar die volle Abfindungssumme versteuert, aber nur ein Fünftel wirkt sich auf den Steuersatz aus. So als würden Arbeitnehmende das Geld gleichmäßig auf die nächsten fünf Jahre verteilt erhalten.

So kann bei Abfindungszahlungen vermieden werden, dass der Gekündigte mit einer hohen Steuerbelastung umgehen muss und weniger Abfindung erhält. Nutzen Sie jetzt unseren Schnellcheck zur Prüfung der Höhe Ihrer Abfindung oder buchen Sie einen kostenfreien Rückruftermin.

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Wie wird eine Abfindung ausgezahlt?

Die Abrechnung einer Abfindung und dessen Auszahlung erfolgt in der Regel mit der nächsten Gehaltszahlung. Arbeitnehmende und Arbeitgeber oder Arbeitgeberinnen können aber auch einen bestimmten Zeitpunkt vereinbaren, um steuerliche Nachteile für Arbeitnehmende zu verhindern. Nutzen Sie jetzt unseren Schnellcheck zur Prüfung Ihrer möglichen Abfindungshöhe oder buchen Sie einen kostenfreien Rückruftermin.

Wann sind Abfindungen sozialversicherungsfrei?

Abfindungen, die im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses gezahlt werden, sind beitragsfrei, da sie den Wegfall zukünftiger Gehälter wegen des Verlustes des Arbeitsplatzes ausgleichen sollen. Im Gegensatz dazu können Abfindungen in anderen Situationen sehr wohl sozialversicherungspflichtig sein. Dies gilt für Abfindungen:

  • bei einer Änderungskündigung durch den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin
  • beim Ende eines befristeten Arbeitsvertrags
  • bei einem Betriebsübergang
  • beim Eintritt in den Ruhestand mit Erreichen des maßgeblichen Ruhestandsalters
  • bei Urlaubsabgeltungen für zustehenden, aber noch nicht genommenen Urlaub

Ist eine Abfindung krankenversicherungspflichtig?

Für die Zahlung des Krankenversicherungsbeitrags gilt das dasselbe wie für den Umgang  mit den Sozialversicherungsbeiträgen. Handelt es sich um eine Abfindungszahlung innerhalb der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, zum Beispiel bei Kündigung durch den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin, ist der Betrag nicht krankenversicherungspflichtig. In vielen anderen Fällen, z.B. beim Ende eines befristeten Arbeitsvertrags, müssen der Krankenversicherungsbeitrag allerdings darauf gezahlt werden.

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Von Mandanten mit hervorragend bewertet.

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